Das Fachlexikon von Rolloscout - was Sie schon immer wissen wollten über Rollladen, Vorbau Rolladen, Rolladenantriebe
Arretierklammern für Kunststoff Rollladen
Arretierklammern aus nicht oxidierendem Stahl sichern Kunststoff Rolläden
nachträglich gegen das Verschieben der Lamellen.
Die Bilder zeigen Ihnen die Form und die Funktionsweise einer Arretierklammer:


Kunststoff Rolladenstäbe sind durch Querstege in einzelne Hohlkammern unterteilt.
Die Arretierklammer ist so geformt, daß sie in die jeweils oberste (an der Einhängenase) und vorletzte (über der Aufnahmenut für den nächsten Stab) Hohlkammer geschoben werden kann.
Die beiden umgebogenen U-förmigen Enden der Arretierklammer wirken wie Widerhaken und klammern sich in der Rolladenlamelle fest.
Die linken und rechten Enden der Klammer stehen bis zur Oberkante der Einhängenase und bis ans untere Ende der Aufnahmenut über.
Die Arretierklammer sichert also den Stab über der Lamelle, in die sie eingeschoben wurde, und den Stab darunter. Natürlich muß auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls eine Arretierklammer eingeschoben werden.
Es wird also immer nur jeder zweite Stab mit Arretierklammern versehen, aber unbedingt auf beiden Seiten.
Aluminium für Rolladen und Vorbaurolladen
Aluminium für Vorbaurolläden
Bei der Verarbeitung von Aluminium in der Rolladenbranche, sei es für Rolladenlamellen oder für Vorbaurolladen, wird zwischen rollgeformtem und stranggepresstem Aluminium unterschieden.
Bei rollgeformten Teilen (Rolladenlamellen oder Blenden von Vorbaurolladen) laufen Aluminiumbänder über eine Walze, den Rollformer, wodurch dem Werkstoff seine endgültige Form gegeben wird.
Rollgeformte Profile werden bereits vor der Verformung farbbeschichtet, sodaß hier immer einige Standardfarben angeboten werden. Eine nachträgliche Lackierung in Sonderfarben ist nicht möglich.
Rollgeformte Profile haben eine dünnere Wandungsstärke als stranggepreßte Teile und sind deshalb leichter und preisgünstiger.
Stranggepresste Profile werden gefertigt, indem zähflüssiges Aluminium (normalerweise nicht rein, sondern als Legierung) durch ein Formwerkzeug gepresst wird und dadurch seine gewünschte Form erhält.
Die gepressten Formteile sind zunächst Alufarben (pressblank) und werden dann erst farbbeschichtet. Stranggepresstes Aluminium läßt sich daher nachträglich in jeder gewünschten Farbe beschichten.
Die Profile haben eine höhere Wandstärke als rollgeformtes Material. Sie sind stabiler, aber auch teurer.
Grundsätzlich sind Alu Rolläden wertbeständiger als PVC Rolladen. Allerdings ist der Wärmedämmwert wegen der höheren Leitfähigkeit des Materials geringer.
Aufsatzrolladen
Der Aufsatzrolladen ist eine der drei klassischen Rolladenkastenformen:
Sturzkasten, Vorbaurolladen, Aufsatzrolladen.
Üblicherweise besteht der Aufsatzrolladen aus Kunstoff, weiß oder braun durchgefärbt,
oder aber foliert, womit er an die Fensterfarbe angepasst werden kann.
Aufsatzelemente können bereits im Fensterwerk auf die Blendrahmen aufgesetzt und als Komplettpaket eingebaut werden.
Die Verbindung zwischen dem Kasten und dem Blendrahmen wird durch Clipsprofile und/oder Verschraubung hergestellt, die
Rolladenführungen werden auf dem Blendrahmen aufgeclipst.
Durch die Verwendung eines Aufsatzrolladens muß der Fensterausschnitt im Mauerwerk größer geplant werden, denn der Kasten
verlängert praktisch das Fenster nach oben.
Der hierdurch entstehenden beträchtlichen Wärmebücke wird durch die Verwendung von Dämmkeilen entgegengewirkt.
Aluminium Druckguss
Aus Aluminium-Druckguß werden z.B. die Blendkappen (seitliche Köpfe) der Vorbaurolladen hergestellt.

Bei der Herstellung wird zähflüssiges Aluminium unter hohem Druck in eine Stahlform gepresst. Üblicherweise verwendet man kein reines Aluminium, sondern Legierungen, wie Aluminium, Silizium und Kupfer, oder Aluminium, Silizium und Magnesium.
Die Zusätze verbessern die Materialeigenschaften gegenüber reinem Aluminium.
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